Vor drei Monaten wurde das Raumschiff – die Werkstatt für Astronomie –  eröffnet. Erst oder schon? Zeit, allen zu danken, die uns unterstützt haben, sei es aktiv, finanziell oder durch Interesse und Sympathiebekundungen für etwas, das es so noch nirgendwo gibt.

Die 52 m2 in der Zwicky Süd beherbergen inzwischen

  • ein kleines Café (fast) immer mit einem selbstgebackenen Kuchen
  • den Werkstattladen (auch online)
  • einige Computerplätze mit privater Datacloud
  • einen Projektor und eine grosse Projektionswand
  • das Sonnenforschungs-Exponat
  • das Zelt mit Sonne, Erde und Planeten
  • den Basteltisch
  • die Bibliothek mit Leseecke
  • zwei Teleskope.

Ziemlich voll! Nichts ist perfekt, vieles ändern wir immer wieder – es ist halt eine Werkstatt. Bald werden wir die Sonnensachen ausräumen und für etwas neues Platz machen. Zeit für einen Rückblick. Und danach den Ausblick.

 

Rückblick

Im ersten Science Café am 2. November brachte die Sonnenphysikerin Marina Battaglia die hintersten Gehirnwindungen der Gäste zum Glühen. Ich glaube, dass der Austausch auf Augenhöhe, den wir uns erhofft hatten, funktioniert hat. Alle waren intensiv daran, Wissenschaft aus ganz unterschiedliche Perspektiven zu denken. Ob es uns gelingt, dieses Erlebnis zu wiederholen und diese Art des Austauschs über Wissenschaft als Format im Raumschiff zu etablieren?

Jeden Samstag ist Open Space. Wir haben schon Stammgäste: eine Gruppe von Kindern aus der Nachbarschaft, die oft schon lange vor 14.00 darauf warten, bis das Raumschiff öffnet. Mit ihnen macht es Spass! Sie kommen jedes Mal mit neuen Ideen, haben gelernt Sonnenbilder am Computer zu machen und wollen basteln, basteln, basteln, am liebsten mit LED-Lämpchen. Ab und zu kommen auch Erwachsene und wollen sich dieses komische Ding ‚Raumschiff’ ansehen. Aber die sind noch etwas scheu 🙂

Ein Nachmittag widmeten wir speziell sehr jungen Kindern, anlässlich des Spielfestes der Kinderloft gegenüber. Regenbogen! Für mich sind 2-5Jährige eine der faszinierendsten und anspruchsvollsten Gästegruppen.

Die erste Astroreise mit Gregor Fröhlich führte zum Sonnenteleskop Schauinsland in Freiburg. Völlig unkompliziert, einfach gemeinsam losfahren an einen interessanten Ort.

Fazit zurückblickend: Wir probierten aus, was geht und was nicht, lernten jedes Mal dazu und hatten nach jedem Anlass das Gefühl: das hat Spass gemacht! Es war (und ist immer noch) eine besondere Zeit für uns, alles neu, noch nichts ist eingefahren oder routiniert.

 

Ausblick

Am Mittwochabend, den 21. Dezember, feiern wir die Wintersonnenwende mit Glühwein und Chai-Tee. Bei gutem Wetter gucken wir durchs Teleskop, sonst bestaunen wir die Wunder des Himmels drinnen in der Wärme.

Alle sind herzlich willkommen!

Open Space findet jeden Samstag von 14.00 bis 18.00 statt. Wir wollen das Raumschiff noch mehr Richtung Maker-Space einrichten. Freiwillige sind willkommen, dann können wir die Öffnungszeiten hoffentlich bald erweitern.

Im März startet unser erster semesterlanger Astronomiekurs für 8-12Jährige nach dem Buch ‚Der geheime Schlüssel zum Universum’ von Lucy und Stephen Hawking, mit vielen Aktivitäten von Teleskop bauen bis zu virtuellen Reisen ins Universum. Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeiten folgen im Januar.

Das nächste Science Café ist in Planung.

Wer Interesse an einem individuellen, massgeschneiderten Wissenschaftsprojekt hat, kann jederzeit einsteigen. Wir sind auch auf der neuen Citizen Science Plattform Schweiz Forscht von Science et Cité zu finden.

Fazit vorausblickend: Es gibt noch viel Raum für Ideen und Aktivitäten. Wir sind offen für (fast) alles!

 

Wir wünschen allen eine gemütliche Zeit während der langen Winternächte!

 

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