Weil Ryan Jenkins von Wonderfulidea.co (San Francisco Bay Area) für die Ecsite Konferenz in der Schweiz war, packte ich die Gelegenheit und fragte ihn an für einen MINT+K Weiterbildungskurs für Bildungsfachleute im Raumschiff. Ich hatte bereits einen Workshop mit ihm erlebt. Das war mein Türöffner zu einem spielerischen Umgang mit Technik. Ich war begeistert!

 

 

Am 16. Juni war es so weit. Die TeilnehmerInnen (Frauen waren in der Mehrzahl) kamen aus der LehrerInnenbildung, Schule und Kindergarten, anderen Maker Spaces und der Kunst. Man merkte sofort, dass sie nicht zum ersten mal tüftelten. Aber motorbetriebene Kribbelroboter zu bauen, Papierkreisläufe für LEDs zu kleben, Microchips anzuschliessen und diese gleich zu programmieren, war für die meisten neu.

 

 

Es ging jedoch nicht einfach darum, ein paar Techniken für den eigenen Unterricht kennenzulernen. Dafür gibt es Tausende von Anleitungen im Internet. Vielmehr ging es um einen Ansatz, der die Hemmschwelle zu Mechanik, Elektronik und Programmieren komplett zum Verschwinden bringt, indem technische Bestandteile gleich behandelt werden wie anderes Bastelmaterial und -Werkzeug: Papier, Pfeifenputzer, Filzstifte, Scheren, Zangen.

 

 

Das Material war so ausgewählt und vorbereitet, dass die Aktivitäten offen waren und ohne Anleitung gelangen. Die Lernenden verwirklichten ihre eigenen Ideen, das ist auch das Ziel für die Umsetzung im Berufsalltag der KursteilnehmerInnen. Resultat:  Erfolgserlebnisse, Spass 🙂

 

 

Nach dem Kurs gleich der Test im Feld: Für das Zwicky Sommerfest brachten wir den Basteltisch nach draussen. Es funktionierte! Kinder und Erwachsene bastelten zusammen Papierkreisläufe, was das Zeug hielt. Diese schmückten am Abend das Raumschiff für die Bar de l’Univers.

 

  

 

Im Raumschiff machen wir weiter damit, jeden Samstag. Die Kinder des Quartiers sind begeistert. Oft kommen mehr Mädchen als Jungen. Fast alle haben schon ihren Kribbelroboter gebaut und damit experimentiert.

 

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