Das war der Cosmos-Club 2023

Mittwoch 18. Januar 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


ASTRONOMIE ALS URSPRUNG UND GRENZERFAHRUNG DES MENSCHEN

Prof. Dr. phil. Roland Buser

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Wir freuen uns ausserordentlich Herr Roland Buser, emeritierter Professor für Astronomie an der Universität Basel, zu unserer Eröffnung des COSMOS CLUBS bei uns im Raumschiff begrüssen zu dürfen. Roland Buser entführt uns mit seinem Vortrag zu den Sternen, deren Ursprung und der Rolle des Menschen im Kosmos. Eine Reise in die Tiefen des Universums.

In einer offenen Runde haben die Besucher:innen nach dem Referat die Gelegenheit, ihre Fragen an den Experten zu stellen.

Roland Buser, ist Professor für Astronomie am Astronomischen Institut und Departement Physik der Universität Basel, seit 2010 als Emeritus.

Forschungsaufenthalte in Bonn (Sternwarte Hoher List), Edinburgh (Royal Observatory), Berkeley (University of California) und Pasadena (California Institute of Technology). Berater der NASA in Baltimore (Hubble Space Telescope Science Institute) und Gastprofessor an den Universitäten in Strasbourg, Kairo und Istanbul. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: theoretische Photometrie, Struktur und Entwicklung von Galaxien, speziell der Milchstrasse; Naturphilosophie, Vorträge und Kurse an der Sternwarte, an Volkshochschulen im In- und Ausland, sowie am Philosophicum in Basel. Buchveröffentlichung: Der Mensch im Kosmos, Weltbild und Menschenbild: Astronomie und Philosophie im Dialog (2. Aufl. 2020). Kulturpreis 2018 des Kantons Basel-Landschaft

Mittwoch 01. Februar 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


DAS JAMES WEBB TELESKOP UND DER TIEFE
EINBLICK IN DIE VERGANGENHEIT
Thomas Baer – Redaktion Orion Medien

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Das James Webb Weltraumteleskop, hat unlängst eine neue Ära eingeläutet. Unser Blick ins All wird «zeitlich» tiefer; wir nähern uns den Ereignissen nach dem Urknall immer mehr. Dies ist vor allem den immer besseren, technischen Möglichkeiten zu verdanken. Fernerkundung bedeutet, dass wir das Weltall längst nicht mehr bloss nur mit unseren beiden Augen, sondern in ganz unterschiedlichen Wellenlängenbereichen beobachten. So ist in den vergangenen Jahrzehnten das Bild und Verständnis unseres Universums wie ein Mosaik gewachsen und weiter ergänzt worden.

 Das James Webb Teleskop aber übertrifft sämtliche Erwartungen! Es ist ein Meilenstein in der Astronomie schlechthin. Wir blicken auf das gesamte Projekt in seiner Entstehungsphase zurück, erklären, warum man das neue Weltraumteleskop so weit von der Erde entfernt «parkte» und mit welchen Ergebnissen wir noch rechnen dürfen. Was wir derzeit erleben, ist im wahrsten Sinne des Wortes eine «astronomische Horizonterweiterung»!

Thomas Baer ist seit 2007 Redaktor der astronomischen Fachzeitschrift ORION, welche durch die Schweizerische Astronomische Gesellschaft SAG-SAS herausgegeben wird. Er war drei Jahrzehnte Mitglied der Astronomischen Gesellschaft Zürcher Unterland und leitete von 2003 bis 2018 die Schul- und Volkssternwarte Bülach.

Mittwoch 15. Februar 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


RAUMFAHRTNATION
SCHWEIZ
Renato Krpoun – Head of Swiss Space Office

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Wussten Sie, dass die Schweiz ein Gründungsmitglied der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist? Wussten Sie, dass der Bundesrat auch eine Weltraumpolitik verfolgt? Renato Krpoun, der Chef des „Swiss Space Office“ welches dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) angegliedert ist, macht halt bei uns im Raumschiff und erzählt, wie die Rolle der Schweiz in Weltraumangelegenheiten zu gewichten ist.

Die Raumfahrt trägt wesentlich zum Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft bei, aber auch zur Stärkung des Forschungsplatzes Schweiz und ebenso zu unserer Sicherheit. Neben ihrem wissenschaftlichen Beitrag zur Erkundung des Planeten Erde und des Universums hat sie auch Einzug ins tägliche Leben gehalten: Satellitenkommunikation für weltweite Verbindungen in Echtzeit, Satellitennavigation für den Strassen-, Wasser- und Luftverkehr und satellitengestützte Erdbeobachtung für zuverlässigere Wettervorhersagen oder ein besseres Verständnis des Klimawandels sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken.

Mittwoch 08. März 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


SCHWARZE LÖCHER – THEATER UND FILMVORFÜHRUNG „THE EDGE OF ALL WE KNOW“
Dr. Silvia Garbari, Dr. Jonathan Coles, Dr. Lorenz Zwick

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Schwarze Löcher gehören nach wie vor zu den grössten Mysterien in unserem Kosmos. An diesem Abend versuchen wir dem Thema auf etwas unkonventionelle Art auf die Schliche zu kommen.

Habt Ihr schon einmal drei schwarze Löcher miteinander diskutieren hören? Wenn nicht, dann ist dieses kurze Theaterstück Eure Chance! Ihr werdet sehen, wie sich drei schwarze Löcher in einer Bar treffen und über ihre unterschiedlichen (natürlichen) Ursprünge und die (künstliche) Art, wie sie entdeckt wurden, diskutieren. Ausserdem könnt Ihr ihnen Fragen stellen und interessante Diskussionen mit ihnen beginnen. Die drei Astrophysiker:innen  der Universität Zürich sowie dem Swiss National Supercomputing Centre, werden mit Kreativität Licht ins dunkle bringen.

Im Anschluss zeigen wir Euch den spannenden Dokumentarfilm „Black Holes: The Edge of all we Know“ auf Leinwand. Eine Gruppe von Wissenschaftlern arbeitet daran, die erste Aufnahme eines schwarzen Lochs zu realisieren. Für den Erfolg des Projekts sind viele einzelne Arbeitsschritte und Tests notwendig. Der ambitionierte Plan der Wissenschaftler ist, Teleskope auf der ganzen Erde zur gleichen Zeit auf ein schwarzes Loch zu richten, um ein akkurates Bild davon zu erhalten.

Der Film ist in Englischer Sprache und Deutsch untertitelt.

Mittwoch 22. März 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


DIE AUFREGENDE SUCHE NACH LEBEN IN UNSEREM SONNENSYSTEM
Dr. Audrey Vorburger

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Jupiters Galileischen Monde sind einer der vielversprechendsten Orte in unserem Sonnensystem für die Suche nach Leben. Denn: Die riesigen Eismonde beherbergen kilometertiefe Ozeane unter ihren Eiskrusten – und wo es Wasser gibt, besteht auch die Möglichkeit auf Leben. JUICE, eine europäische Mission zur Erforschung der Galileischen Monde, wird im kommenden April ihre Reise zum Jupiter antreten und damit den ersten Schritt zur Suche nach Leben im äusseren Sonnensystem machen.

Audrey Vorburger erklärt, was es für Leben braucht und wie hochmoderne Weltraummissionen nach Spuren von Leben auswärts suchen. Dabei geht sie auf die Unterschiede zwischen der Suche nach Leben auf einem nahen Planeten wie dem Mars und auf weit entfernten Objekten wie den Monden der Gasgiganten ein, hebt die Schwierigkeiten eines solchen Unterfanges hervor und gibt einen Überblick über die Richtung, die diese Disziplin in den nächsten 20-50 Jahren einschlagen könnte.

Audrey Vorburger ist Privatdozentin an der Universität Bern. Sie ist sie an zahlreichen Weltraum-Missionen beteiligt gewesen, unter anderem an Chandrayaan-1, der ersten indischen Mission zum Mond, an MESSENGER und BepiColombo, einer NASA- und einer ESA Mission – beide zum Planeten Merkur und jüngst an JUICE, der ersten europäischen Mission ins äussere Sonnensystem.

Mittwoch 05. April 2023 – Türöffnung 19:30 Uhr


WELTRAUMLAGENANALYSE – WIE VON BERN AUS
„WELTRAUMSCHROTT“ GEORTET UND CHARAKTERISIERT WIRD
Prof. Dr. Thomas Schildknecht

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Das Observatorium Zimmerwald (die Sternwarte der Uni Bern) ist weltweit führend in der sogenannten Weltraumlagenanalyse: Mit optischen Instrumenten werden „Weltraumschrott“ Fragmente bis zu 10cm Grösse detektiert und deren Umlaufbahn bestimmt um Kollisionsrisiken mit Satelliten und Raketen zu minimieren.

Prof. Dr. Thomas Schildknecht, der Leiter und Direktor des Observatoriums Zimmerwald in Bern, erzählt uns im COSMOS CLUB, wie von Bern aus wichtige Arbeit in Sachen Weltraumlagenanalyse geleistet wird. Seit Sputnik I wurden mit über 6250 Raketenstarts Satelliten in den Weltraum geschickt. Was passiert mit ihnen, wenn sie tot sind? Ausgediente Satelliten, zusammen mit ausgebrannten Oberstufen, Verschalungen, Adaptern, Bolzen, Fragmenten von Explosionen und Kollisionen, etc., umkreist die Erde als sogenannter Weltraumschrott („Space Debris“). Heute sind dies eine Million Teile grösser als 1cm. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit stellen sie eine steigende Gefahr für die bemannte und die unbemannte Raumfahrt dar. Die Beobachtung, Katalogisierung und genaue Bestimmung der Bahnen dieser Schrottteile wird also immer wichtiger. Unsere modernen Gesellschaften sind von Infrastrukturen im Weltraum (Navigation, Kommunikation, Internet, Erdbeobachtung, etc.) in kritischer Weise abhängig. Was trägt die Schweiz, und insbesondere das SwissOGS zur nachhaltigen Nutzung des erdnahen Weltraums bei?

Interessenmeldung Cosmos-Club

Ich interessiere mich für den Cosmos-Club und möchte auf dem Laufenden bleiben.

10 + 7 =

Ein astronomisch grosses DANKESCHÖN geht an unsere Expertinnen und Experten welche unseren ersten Prototypen des COSMOS CLUBS unterstützten und mit ihrer Partizipation die Idee erst ermöglichen. Dieses Projekt entsteht im Zusammenhang mit unserer Partnerschaft in Space Exchange Switzerland für das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI.